Schöne Orte
Von bodenständig-ländlich bis weltläufig-urban
Von Erwin Seitz
Eine Tour durch Berlin und über die Havel nach Potsdam, Werder, Ketzin, Brandenburg an der Havel, in die Flußlandschaft Elbe, in das Stechlin-Ruppiner Land, die Uckermark, die Schorfheide, das Oderbruch, in den Spreewald, nach Senftenberg und in den Naturpark Hoher Fläming-Belziger Landschaftswiesen; Empfehlungen für Ausflüge und Touren. Im Anhang ein Essay über das Gasthaus und weitere Tipps

Das Brandenburger Tor als Sinnbild des klassizitischen Berlins – ein Air von Maß und Mitte oder, wie es in einer Beschreibung des Tors bei seiner Errichtung um 1789 hieß, als Sinnbild von edler Simplicität, von Sachlichkeit und Eleganz, entworfen von Carl Gotthard Langhans. Es verkörpert das nachfriederizianisches Zeitalter in Preußen, weniger zynisch gegenüber den Untertanen, sondern ziviler, freundlicher, offener, durchlässiger, bürgerlicher. Das Signum einer gastfreundlichen Stadt – Urbanität im besten Sinn des Wortes. Mittlerweile sind ethnische Küchenstile aus aller Herren Länder vertreten und machen die gastronomische Szene reich, bunt und lebendig. Aber auch die Idee des heimischen Gasthauses ist in Berlin en vogue, kein Chichi, kein Etepetete, sondern zugänglich, sachlich-elegant oder elegant-gemütlich, eine grundehrliche bis gehobenen Küche, saisonal-regional. Eine neue heimisch-märkische Produktkultur ist noch im Aufbau, ein Sammelpunkt ist die Markthalle Neun in Kreuzberg, https://markthalleneun.de/ . Da und dort gelingt der Twist einer europäisch-deutschen oder global-regionalen Kochkunst, wie im Michelberger, im KINK oder im Estelle Dining. Oft freut sich der Gast jedoch schlicht über eine zeitgemäße, berlinisch-deutsche und österreichische Küche, wie im Trio, im Luna d´Or im Clärchens, in der Letzten Instanz, in der Sphere Tim Raue, in der Prater Gaststätte, in der Klinke oder im Alten Krug in Rudow. Klassiker sind Senfeier, Kohlwickel, Königsberger Klopse und so fort. Im Metzer Eck gibt es sogar noch eine solide Berliner Kneipenküche mit Spreewaldgurke, Solei, Rollmops, Boulette, Kartoffelsalat und freitags mit Eisbein, ähnlich wie im Diener Tattersall. Auch Lokale der ethnischen Küchen nehmen nicht selten den Charakter guter Gasthäuser an, als Trattoria, Bistro oder Brasserie, sei sie französisch, sei sie chinesisch oder japanisch.
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Unesco-Welterbe: Tempellandschaft der bildenden Kunst und Archäologie in Berlin, mit Werken aus verschiedenen Kontinenten, die die Entwicklung der Kultur- und Menschheitgeschichte vor Augen führen: die Museumsinsel. Im Bild der neue Haupteingang in Weiß, die James Simon Galerie, errichtet nach Plänen von David Chipperfield Architects, eröffnet 2019. Das Gebäude wird durch schlanke Säulenreihen filigran rhythmisiert, ein Motiv, das der antiken griechischen Baukunst entstammt, ähnlich wie bei den anderen Gebäuden der Museumsinsel – ein Ort mit weitem Horizont, zeitlich, baulich, künstlerisch. Moderne und Tradition kommen zusammen, als sei´s ein neues Merkmal der Stadt. In der James Simon Galerie entdeckt man einen der schönsten neuen gastronomischen Räume Berlins, hoch, lichtdurchflutet und großzügig: das Museums-Café Cu29, https://www.cu-berlin.de/galerie/, hübsch liegt auch das Petit Bijou neben der Museumsinsel, mit einer gepflegten Terrasse unmittelbar am Kai der Spree, ein Café mit gutem Frühstück und Lunch und Blick auf das prachtvolle Bodemuseum, https://petitbijou.de/ , oder man nimmt sommers Platz im großartigen, barocken Schlüterhof des benachbarten Schlosses und holt sich selbst etwas zu essen und zu trinken vom Buffet im angrenzenden Bistro Lebenswelten, https://humboldtforum-lebenswelten.de/bistro/
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Berlin I
Mitte
mit Unesco-Welterbe Museumsinsel
Trio
nahe Volksbühne, die junge Generation der Gasthäuser in Berlin, nachbarschaftliches Lokal in einem Bauhaus-Gebäude aus den 1920er Jahren, sorgfältig saniert, so puristisch wie elegant-gemütlich eingerichtet, saisonale, märkisch-deutsche und österreichische Küche, klare Kompositionen, genau zubereitet, Senfeier, Kaspressknödel, Backhendl, Königsberger Klopse, Szegediner Wildgulasch, https://www.trioberlin.net
Remi
nahe Volksbühne, an der Torstraße, lichtdurchflutetes Lokal aus Beton, Glas und Holz, an der Decke mit geschwungenen Lichtschienen, informell-elegant eingerichtet von Ester Bruzkus, saisonale, europäisch-regionale Brasserieküche mit niederländischem Einschlag, Brot und Butter, gerösteter Brokkoli mit schwarzem Reis und Joghurt, Hering Niederländische Art, Bitterballen vom Rind mit Mayonnaise, Crudo vom Zander mit Erbse und Kohlrabi, Raviaoli mit Feta und Kräutern, Stör mit Muschel Beurre blanc und Oliven, flämisches Wildschweinragout, Milcheis mit Meersalz und Leinöl, https://www.remi-berlin.de
Luna d´Or im Clärchens
Auguststraße, gehobenes Gasthaus oder Brasserie im sanierten historischen Ballhaus aus Wilhelminischer Zeit, urbane Nostalgie mit Anklängen des Art Déco, matter Goldglanz, rot gepolsterte Nischenbänke; verjüngte berlinisch-deutsche und österreichische Küche, frittiertes Spreewaldgürkchen, Hühnerbrühe, Miesmuscheln Rheinischer Art, Goldbroiler, Kalbsleber Berliner Art, Königsberger Klopse, Wiener Saftgulasch, wunderbarer Waldmeister-Wackelpudding, https://claerchensball.haus
Norms
an der Grenze zwischen Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg, gegenüber der Elisabeth-Kirche von Karl Friedrich Schinkel, errichtet in klassizistisch reduzierter Form, im Lokal helle und freundliche Räume, sachlich und elegant, dazu eine feine und verjüngte deutsche Küche, klare Kompositionen, genau zubereitet, Krokette mit Linsen, Liebstöckel und Anis oder Krokette mit Stockfisch, Estragon und Kartoffel, ferner Backfisch vom Kabeljau mit Buttermilchgurke und Dill, Rehgulasch mit Macairekartoffeln und Petersilienöl, Götterspeise mit Waldmeister und Vanilleeis, https://norms-food.de/
Hackescher Hof
denkmalgepflegtes Haus von 1907, Café-Restaurant oder gehobenes Kaffeehaus mit hohen großzügigen Räumen und leuchtender Kasettendecke, Anklänge von Art déco, Terrasse im Innenhof mit Jugendstilfassade von August Endell, reges Treiben, Mitte-Gefühl, saisonale europäisch-deutsche Küche, Frühstück, Mittagskarte, Abendkarte, https://www.hackescher-hof.de/de/
Café Einstein Unter den Linden
weltläufiges, elegant-gemütliches Café-Restaurant am bekanntesten Boulevard der Stadt, gute österreichisch-deutsche Küche mit mediterranem Einschlag, allerlei Gebäck, eine gastronomische Institution in Mitte, https://www.einstein-udl.com
Rotisserie Weingrün
südlich vom Berliner Schloss, an der Friedrichsgracht, lichtdurchflutetes Lokal im spätwilhelminischen Gebäude, rustikal-elegant eingerichtet; schnörkellose, produktbetonte Küche mit Fisch, Huhn, Schwein und Rind vom Flammenwand-Drehspieß oder Lavastein-Grill, urtümlich, aromatisch, delikat, https://rotisserie-weingruen.de/
Zur Letzten Instanz
das älteste Gasthaus der Stadt, bezeugt seit 1621, lehnt sich an Fragmente der mittelalterlichen Stadtmauer an, eingerichtet in einer Gruppe kleiner historischer Bürgerhäuser, dazu verjüngte berlinisch-deutsche Küche, Senfeier, Kalbszunge mit Frankfurter Grüne Soße, Saibling in Rieslingbutter, Kohlwickel mit Schweinebauch, Königsberger Klopse, Apfelküchlein, https://zurletzteninstanz.com
Sphere Tim Raue
Berlin hat stets eine neue Wendung parat: Der bekannteste Koch der Stadt, Tim Raue, betreibt jetzt auch zweihundert Meter über der Stadt ein Lokal, das sich dreht, im Fernsehturm. Der Meisterkoch erinnert sich dort oben an seine Wurzeln und an die Küche seiner Oma, bietet eine verjüngte berlinisch-märkische Küche an, Soljanka, Salat mit Kirchererbsencreme, Garnelencocktail KADEWE, Zander mit Schmorgurke, Tim Raues Königsberger Klopse vom Kalb, Oma Gerdas Eisbein vom Spanferkel, https://tv-turm.de/
Lebenswelten Bistro
Humboldtforum, Selbstbedienung am kulinarischem Buffet mit wundervoller sommerlicher Terrasse im barocken Schlüterhof des Berliner Schlosses, https://www.humboldtforum.org/de/programm/dauerangebot/essen-und-trinken/lebenswelten-bistro-22193/
petit bijou
nahe Museumsinsel, romantischer Ort, unmittelbar am Kai der Spree, mit Blick auf das Bodemuseum, innen entspannt, eine Art Landhausstil, außen eine gepflegte Terrasse, die zu den schönsten gastronomischen Freiluftplätzen in Berlin-Mitte gehört, ein Café mit gutem Frühstück, kleinen Lunchgerichten und Kuchen, https://petitbijou.de/
Dieselhaus
Haus im Industrie-Chic, mit Terrasse in idyllischer Lage: in einem geräumigen, öffentlichen Hinterhof, im Forum an der Museumsinsel, zeitgemäße bayerische Brauhausküche, https://dieselhaus-berlin.de
Lokal
gehobenes Gasthaus im Galerieviertel der Linien- und Auguststraße, so puristisch wie gediegen-gemütlich eingerichtet, feine saisonal-regionale Küche, https://www.lokal-berlinmitte.de
Chipperfield Kantine
modernes Lokal im HInterhof, mit poliertem Beton, Marmor, Holz und gepflegter Terrasse, unkomplizierte, saisonal-regional Küche, https://chipperfield-kantine.de

Moderne und Tradition: Innenansicht der Chipperfield Kantine im Obergeschoss – mit poliertem Beton und langen Wirtshaustischen aus massivem Holz, siehe oben
© Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects

Kluge Zusammenstellung des Heterogenen: das gehobene Gasthaus namens Lokal im abstrakten Weiß der Bauhausmoderne und mit gemütlichen, langen blanken Holztischen und flacher Eindeckung – im Galerieviertel der August- und Linienstraße, nahe der Chipperfield Kantine, dem Clärchens und dem Remi, siehe ohnen
© Kilanowski

Die angenehme Leichtigkeit des Seins, sachlich und elegant, moderner Berliner Stil: das Restaurant Remi, eingerichtet von Ester Bruzkus, mit feiner und saisonaler, europäisch-regionaler Küche, siehe oben
© Robert Rieger
In memoriam
FREA
Das Lokal wurde 2025 dauerhaft geschlossen. Doch der Hinweis auf dieses epochemachende Restaurant bleibt auf dieser Seite erhalten, zumal Catering und Events nach wie vor angeboten werden, auch die benachbarte eigene Bäckerei in der Gartenstraße offeriert wie eh und je Frühstück und Lunch.
FREA: Torstraße, die neue Generation der Gastronomie mit nachhaltigem Konzept, zwischen Nachbarschaftslokal, gehobenem Gasthaus und Gourmandise, elegant-gemütlich eingerichtet mit umlaufenden, gepolsterten Wandbänken, rein pflanzliche, vegane Küche, mit vielen Waren aus der heimisch-märkischen Region, klare Kompositionen, ohne Geschnippel, ohne Abfall (und mit Kompostiermaschine), eine Ökonomie der Nähe, ohne es zu eng zu nehmen, auf den Tisch kommen würziges Brot von der eigenen Sauerteig-Bäckerei, Romana, Kräuterseitling, Spinatknödel, Tonnarelli, Granita, Vanille-Eiscreme, selbstgemachte tiefaromatische Schokolade – ein global-regionaler Twist, https://www.frea.de
Frea Bakery
im Norden von Berlin-Mitte, Sauerteig-Bäckerei mit Café für Frühstück und Lunch, Blaubeer-Pancakes, Eggs-Benedict, Ragout-Bolognese, Chicken-Ceasar-Salad, Sandwiches, https://www.freabakery.de/
Coccodrillo
im Volkspark am Weinberg
im Norden von Berlin-Mitte, nahe Rosenthaler Platz, auf einer Anhöhe im Volkspark am Weinberg, mit Terrasse, die Einrichtung erscheint vorwiegend in Weiß und Rot-Orange, Sonnenschirme, Vorhänge, Stühle, Nischen, Wände, Decke, eine bunte, lebensfrohe Sinnlichkeit, mitten in Berlin, fast irreal, aber verlockend, klassische italienische Küche mit Vitello tonnato, Pizza Neapolitana und Pasta, Mafaldine al Tartufo, Paccheri al Ragù, Calamari fritti, Tagliate di Manzo als dry-aged Rumpsteak mit Salsa verde, https://www.bigmammagroup.com/de/italienische-restaurants/coccodrillo-berlin
Berlin II
Um die Mitte herum
Von Ost nach Süd: Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln, Rudow
Friedrichshain
Michelberger
Friedrichshain, reges Treiben, Großstadterlebnis im Großraumlokal, smarter Industrie-Chic aus spätwilhelminischer Zeit, die Wände mit glasierten weißen Kacheln verkleidet, blanke Holztische, große Fenster, eine Art von gehobener Kantine, mit einer Terrasse im Innenhof, europäisch-deutsche Küche mit Zutaten vom eigenem Hof im Spreewald, mittags Anklänge der guten Hausmannskost, Blutwurst mit Kartoffelpüree und Röstzwiebeln, abends eine modernere Küche, Topinambur mit Salzzitrone, Scharzem Knoblauch und Mangold, https://www.michelbergerhotel.com
Schneeweiss
Friedrichshain, helles, fast weißes Lokal mit Kristalllüster und Alpenküche, ganz so, als esse man in der hohen Schnee- und Gletscher-Region, das Lokal wirkt aber nicht kalt, sondern entspannt, Spezialität ist das gute Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat, dazu Tiroler Spinatknödel, Spätzle mit Bergkäse, Bachforelle Müllerin, Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster, https://www.schneeweiss-berlin.de/
Wen Cheng
Friedrichshain, Simon-Dach-Straße, chinesisches Gasthaus mit ausgezeichneten handgezogenen Nudeln, https://www.wenchengnoodles.com/de/locations/berlin
Kreuzberg
Loumi
Kreuzberg, an sich ist das Loumi ein kleines feines Restaurant und gehört nicht in die Kategorie Gasthaus. Doch so ohne Weiteres lässt sich das Loumi nicht einordenen. Es setzt sich über Grenzen hinweg. Die schlichten hölzernen Stühle sehen aus, als kämen sie aus dem Gasthaus, erinnern an ein geselliges Nachbarschaftslokal. Das Gast kann auch am Küchentresen Platz nehmen und den Köchen bei der Arbeit zuschauen. Die Gerichte vermitteln etwas vom Puls zeitgenössischer Weltküche: ein Ineinander von französischen, mediterranen, nordischen, japanischen und mexikanischen Einflüssen, brillant und zauberhaft, https://www.loumi-dining.com/
Ari´s
Kreuzberg, zwischen Landwehrkanal und Görlitzer Park, näher zum Letzteren hin, ein Lokal versteckt im Hinterhof, in einer ehemaligen größeren Garage, hell und gediegen-gemütlich eingerichtet, mit offener Küche und Terrasse, in der Regel leicht trubelig, gute Stimmung, ein modernes Nachbarschaftslokal als eine Art von Diner mit peruanischem Einschlag, auf guter handwerklicher Basis, Frühstück, Salat, Sandwich und Burger, der Hit: Lima Kreuzburger, mit einer gewissen Schärfe und Würze, zählt zur Kategorie: the best burger in town; ein gastronmischer Weltort, tief hinten in Kreuzberg, https://www.arisberlin.com/
GriGri
Kreuzberg, am Landwehrkanal, ein klassisches Berliner Ecklokal mit historischer Holzvertäfelung und Terrasse, mit schattigen Kastanien, heute dezent verjüngt, ein geselliges Nachbarschaftslokal, gepflegt, gediegen-gemütlich, ein schöner Ort, wo sich verschiedene Epochen überschneiden, mit moderner, flexitarischer Küche: allerlei Gemüse, etwas Fisch und Fleisch, überraschend kombiniert, auf den Punkt zubereitet, ein Musterbeispiel der neuen Generation des Berliner Gasthauses, https://www.instagram.com/bistro_grigri/?igsh=eHF1YXN6NzIzM3Zp
Rutz-Zollhaus
Kreuzberg, altes Zollgebäude am Landwehrkanal, ist betrieblich mit dem Rutz, dem Drei-Sterne-Restaurant in Mitte, verbunden, elegant-gemütlich eingerichtet, mit Wandbank und Kachelofen, saisonale deutsche Gasthausküche und Gourmandise, Fische vom Fang des Tages aus heimischen Gewässern, darunter der Zander, ferner Königsberger Klopse, Querrippe von der Friesischen Färse, Entrecôte vom Atterox, https://rutz-zollhaus.de
Marktlokal
am West-Eingang der Markhalle Neun
Kreuzberg, ein kathedralhaft hoher Gastraum mit halbhoher Vertäfelung aus dem Jahr 1891, geradlinig-gemütlich eingerichtet, zeitgemäße europäische Gasthausküche mit Waren aus der Markthalle, kleine und große Teller, Sauerteigbrot mit Nussbutter, beste irische Austern, gedünste Miesmuscheln, frittierte Agriakartoffeln mit Fünf-Peffer-Mayonnaise, Wildschweingulasch mit Schmand, www.marktlokal.berlin
Mani in Pasta
in der Markthalle Neun
Kreuzberg, die Markthalle Neun stammt aus der Zeit um 1890 und ist eine Kathedrale der Kulinaria in Berlin. Bauern aus dem Umland bieten ihre Waren an oder Handwerker stellen in kleinen Manufakturen ihre Sachen her. Mani in Pasta meint Hände im Nudelteig und verweist auf frische, handgemachte italienische Pasta, dazu Sugos, Ragùs, Pesti. Die Flaneure in der Halle können diese Dinge kaufen und mit nach Hauses nehmen. Oder sie können gleich vor dem Stand Platz nehmen und ein Pastagericht genießen, teilweise mit Fisch, der vom benachbarten Stand Frisch gefischt stammt. Eine magische Ecke: Eines der besten Pastageschäfte und einer der besten Fischläden der Stadt sowie bestes Gemüse spielen zusammen, https://maniinpasta.de/ und https://www.frischgefischt.de/markthalle-neun
Jolesch
Kreuzberg, nahe Markhalle Neun, großer hoher Raum, eingerichtet als ein urbanes Kaffeehaus, ganz so, als seien die historischen Kaffeehaus-Dichter Joseph Roth und Friedrich Torberg sowie ihre literarischen Heldinnen und Helden noch unter den Gästen, klassische deutsch-österreichische Küche mit modernem Einschlag, Schlutzkrapfen mit Kräutertopfen und Salbeibutter, als Klassiker des Hauses: Rindertafelspitz in 2 Gängen: Frittatensuppe und Tafelspitz mit Rahmspinat, Apfelkren, Schnittlauchsoße und Röstkartoffeln, ferner Wiener Schnitzel vom Kalb, Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, Mariellenknödel, https://jolesch.de/
Long March Canteen
Kreuzberg, nahe Markthalle Neun, chinesische Brasserie oder, wie der Name sagt, eine gehobene Kantine, mit feiner südchinesisch-kantonesicher Küche, Dim Sum in vielen Varianten, Weißer Rettich im Porzellantopf gereift, Süßer Brandenburger Karpfen im Shanghai Style, Black Tiger Garnelen mit geräuchertem Aal, butterweicher Schweinebauch mit dunkle Sojssaoße, https://longmarchcanteen.com/
Öz Adana Grillhaus
Kreuzberg, Oranienstraße; der Zusatz Öz, für ursprünglich, original, ist wichtig, denn es gibt in der Nachbarschaft noch zwei andere Adana Grillhäuser. Öz Adana Grillhaus versteht sich als das Stammhaus, gediegen-gemütlich eingerichtet mit kleiner Terrasse, gute türkische Grillküche, die Spezialität: Adana Kebab, ein würziger Hackfleischspieß vom großen rauchigen Holzkohlengrill, der gleich am Eingang steht und Atmosphäre erzeugt, https://www.ozadana.de/
Klinke
Kreuzberg, am Oranienplatz, junges Gasthaus, elegant-gemütlich eingerichtet, zeitgemäße, berlinisch-deutsche Küche, https://klinkeberlin.com
Orania Berlin
Kreuzberg, am Oranienplatz, stattliches historisches Gebäude von 1913, im Grunde schon ein lichtdurchfluteter Stahl-Beton-Skelettbau, außen aber noch mit Naturstein verkleidet: der Geist der Moderne im noblen historischen Gewand, innen großzügige und hohe, loungeartige Räume, beruhigende Farben, braunes Leder und Holz, informell-elegant, mitten im Kreuzberger Kiez, ohne trashig zu sein, sondern mit einem gewissen Glamour, saisonal-weltoffene Küche mit präziser Zubereitung, legendär die XBerg Duck, eine Pekingente der Kategorie: the best in town, serviert in mehreren Gängen, https://orania.berlin/de/oraniarestaurant
Fukagawa Ramen
Kreuzberg, nahe Moritzplatz, Prinzessinnenstraße, lichtdurchflutete, japanische Brasserie, so puristisch wie gediegen-gemütlich eingerichtet, mit präziser, unverfälschter Ramen-Küche, https://fukagawa.de/
Nobelhart & Schmutzig
Kreuzberg, an der Grenze zwischen Kreuzberg und Mitte, Feinschmeckerei am Tresen, elegant-gemütlich, eine Institution der produktbetonten, saisonal-regionalen Küche, nordostdeutsch-märkisch, flexitarisch, mit Natursauerteig-Roggenbrot, allereilei Gemüsen, Kräutern, Milchprodukten, Ölen, dazu etwas Fleisch, eine Homage an die hervorragenden Waren und Erzeuger, sorgfältig zubereitet, klar und anmutig komponiert, ein Purismus mit Finesse, https://www.nobelhartundschmutzig.com/
Sale e Tabacchi
Kreuzberg, an der Grenze von Kreuzberg und Mitte, hoher langezogener Raum, so puristisch wie elegant-gemütlich, eingerichtet von Max Dudler, entspanntes Society-Lokal mit Kunstszene, klassische italienische Küche, https://sale-e-tabacchi.de
Mastan
Kreuzberg, Paris triff Berlin, mustergültiges franszösisches Bistro, gute Küche, klare Kompositionen, www.restaurantmastan.com
Felix Austria
Kreuzberg, kleines, gemütliches Gasthaus mit Terrasse, gegenüber der Südseite der Marheineke Markthalle, mit guter österreichischer Küche, https://www.felixaustria.berlin/
Neukölln
Hallmann & Klee
Neukölln, an sich gehört auch das Hallmann & Klee nicht in einen Gasthaus-Blog, denn es ist ein feines Restaurant. Doch es bleibt in Tuchfühlung mit dem Gasthaus und liegt so schön an einem malerischen Platz im Neuköllner Richardkiez. Es gibt sich nachbarschaftlich und zugänglich, ohne Getöns, entwickelt einen eigenen Takt, ist so puristisch-hell wie elegant-gemütlich, mit Dielenboden, hölzernden Gasthausstühlen und weiß eingedeckten Tischen, die Küche konzentriert sich auf das Wesentliche, kombiniert ein paar Sachen auf dem Teller, klar und anmutig, und lässt diese Ingredienzien aromatisch wunderbar zur Geltung kommen, https://www.hallmann-klee.de/
Merold
Neukölln, verjüngtes Gasthaus mit umlaufenden, elegant-gemütlichen Wandbänken und fortentwickelter deutscher Küche mit allerlei Gemüsen und Fermentiertem, Schalotten mit schwarzem Knoblauch und Buchweizen, Hecht mit Zuckerschote und Tannennadel, Perlhuhn mit Möhre und Erbse, Bratwurst mit Kohlrabi und Senf, Holunderblüte mit Brombeere und Schwarzem Senf, zählt zu den mustergültigen neuen gehobenen Gasthäusern in Berlin: ein schöner Ort, zugänglich, geradlinig, gesellig, nachbarschaftlich, mit feinen und herzhaften Aromen auf den Tellern, https://www.restaurant-merold.de
Gazzo
Neukölln, helles und entspanntes Lokal, gediegen-gemütlich eingerichtet, mit kleiner Terrasse vor dem Haus, schräg gegenüber einem schattigen Kinderspielsplatz. Die Gastronomen konzentrieren sich auf ein Gericht und machen es so gut wie möglich: die Pizza, aus gereiftem, mildwürzigem Sauerteig, der Form nach eine neapolitanische Pizza, mit knusprig-fluffigen Rand und dünnem Boden, reich belegt mit saftigem, säuerlich-fruchtigem Tomatensugo und anderen Zutaten, teilweise von regionaler Herkunft, Büffelmozarella aus Brandenburg. Die Pizza als Delikatesse, gehört zur Kategorie: the best in town, https://de.gazzopizza.com/
Barra
Neukölln, modernes, gediegen-gemütliches Lokal, in der Regel trubelig voll, feine, saisonal überlegte Küche mit britischem Einschlag, https://www.barraberlin.com
Locanda Bonaria
Neukölln, kleines Lokal mit hoher Decke, so puristisch wie gemütlich-gediegen eingerichtet, klassische italienische Küche mit zeitgenössischem Einschlag, https://locandabonaria.com/
Rudow
Zum Alten Krug
Rudow, ganz im Süden der Stadt, traditionelles Dorfgasthaus, eingeschossiges Gebäude mit Halbwalmdach, das sich seit 1802 kaum verändert hat, innen rustikal-gediegen, außen gepflegte Terrasse, saisonale, berlinisch-deutsche Küche, Zander oder Fang des Tages, Kalbsleber Berliner Art, Königsberger Klopse, Currywurst vom havelländischen Apfelschwein, https://www.zum-alten-krug-rudow.de/

Ehemals höfischer Bereich im Herzen der Stadt: Unter den Linden, Gemälde von Eduard Gaertner, 1853. Im Wesentlichen präsentiert sich der Ausschnitt auch heute wieder so wie damals, links die jetzige Humboldtuniveristät, rechts die Staatsoper, im Hintergrund das Berliner Schloss mit Kuppel. Einen Teil des Bildes nimmt der frühsommerliche Himmel ein, der den Boulevard in ein bezauberndes Licht eintaucht und Berlin als einen freundlichen Ort erscheinen lässt. Zu den architektonischen Höhepunkten im rekonstruierten Berliner Schloss zählt der Schlüterhof in den barocken Formen aus der Zeit um 1700. Man findet dort, worauf oben schon hingewiesen wurde, eine gepflegte Terrasse. Der Gast kann sich innen, im Lebenwelten Bistro, am Büffet etwas zu essen und zu trinken holen und im Hof preußischen Glanz genießen, https://www.humboldtforum.org/de/essen-und-trinken/

Eine Etage tiefer als im Bild oben: der U-Bahnbahnhof „Museumsinsel“, nach Plänen von Max Dudler, fertiggestellt 2021, am östlichen Beginn des Linden-Boulevards, nahe dem Schloss und der Museumsinsel. Gelbe U-Bahn unter blauem Sternenhimmel, frei nach dem Sternenhimmel, den 1815 Karl Friedrich Schinkel als Bühnenbild für Mozarts „Zauberflöte“ an der Staatsoper Unter den Linden geschaffen hatte.
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Die U-Bahn bringt den Gast von der Museumsinsel zum Brandenburger Tor, daneben erblickt man gleich den Reichstag mit seiner gläsernen Kuppel. Auf der Ebene der Kuppel liegt das Dachgarten-Restaurant mit freiem Blick über Berlin
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Berlin III
Um die Mitte herum
Von West nach Nord: Tiergarten, Schöneberg, Charlottenburg, Prenzlauer Berg, Pankow
Tiergarten
Dachgarten-Restaurant
im Deutschen Bundestag
Tiergarten, Rooftop-Restaurant auf dem Reichstagsgebäude: auf der Ebene der Glaskuppel. Man sitzt über dem Parlament, auch wenn es gerade tagt, und fühlt sich seinerseits aus der Stadt herausgehoben, frei von Sorgen, eine Form von Sanssouci der bürgerlichen Art. Seite an Seite mit der Glaskuppel, gibt sich das Lokal lichtdurchflutet, mit silberfarbenen Tönen, dazu eine moderne deutsche Küche mit genauer Zubereitung, ohne weitere Umstände, Frühstück, Lunch, Dinner. Man muss ein paar Tage vorher reservieren, um Zutritt zu erlangen, https://www.feinkost-kaefer.de/pages/dachgarten-restaurant-berlin
Oh, Panama
Tiergarten, nahe dem Kulturforum, idyllische Lage im gepflegten Hinterhof, feine europäisch-deutsche Salonküche, https://oh-panama.com
Schöneberg
Renger-Patzsch
Schöneberg, Akazienkiez, zwischen gehobenem Gasthaus und Brasserie, geselliges Nachbarschaftslokal mit gepflegter Vertäfelung, langen Wandbänken, Vorgarten, guter saisonal-regionaler Küche und feinstem Flammkuchen, gehört zur Kategorie: the best in town, https://renger-patzsch.com
Onette
Schöneberg, im Norden des Akazienkiezes, klassisches Eck-Lokal mit hoher Decke im Wilhelminischen Gebäude, außen gepflegter kleine Terrasse, innen dezent verjüngt, hell und freundlich, sachlich und elegant, eine Art von Diner, mit Bänken aus Kirschbaumholz in solider Schreinerarbeit, Möbel wie Küche auf handwerklicher Grundlage, Gerichten für Frühstück und Lunch mit angelsächsisch-deutschem Einschlag und dem gewissen Etwas:: Salat, Sandwich, Burger mit Backfisch und Sacue Remoulade, Grießpudding mit Früchtekompott und kalter geklärter Butter, wunderbar, abends Weinbar und Snacks, https://www.instagram.com/onette_berlin/
Der Weinlobbyist
Schöneberg, im Osten des erweiterten Akazienkiezes, Bistro und Weinbar, sachlich und elegant eingerichtet, mit lauschiger Terrasse im Innenhof, moderne saisonal-regionale Küche, klare Kompositionen, Brotzeiten mit eigenem Sauerteigbrot, Flammkuchen aus dem Steinofen, Spezialität: Schweinebauch vom Duroc mit Rettich-Kimchi und schwarzem Knoblauch, reiche Auswahl an erstklassigen österreichisch-deutschen Weinen, ob offen, ob in der Flasche, https://www.derweinlobbyist.de/
Charlottenburg
Diekmann
Charlottenburg, nahe Kurfürstendamm, gepflegtes Bistro im ehemaligen Kolonialwarenladen, feine französisch-deutsche Küche, https://diekmann-restaurant.de
Manon
im Hotel Roomers am Steinplatz
Charlottenburg, dezent-buntes und elegant-gemütliches Lokal mit Terrasse, keine lauten Töne, aber doch frisch und lebendig, mit klassisch-franzöischer Brasserieküche unter der Regie des legendären Duc Ngo, Salat de Crevettes, Escargots, Bisque d´Homard, Steak frites, Tarte Tatin, eine neue Form europäisch-bürgerlicher Genusskultur, https://www.roomers-hotels.com/berlin/eat-and-drink/
Kurpfalz-Weinstuben
Charlottenburg, nahe Kurfürstendamm / Adenauer Platz, versteckt im Hinterhof, zeitgemäße pfälzische Küche mit Saumagen, Leberknödel, Bratwurst, Sauerkraut und Riesling, https://kurpfalz-weinstuben.de
SWAN&SON
Charlottenburg, nahe Kurfürstendamm / Adenauerplatz, stiller Chic in West-Berlin, Bistroküche und Gourmandise, euro-asiatische Kompositionen, https://www.swanson-bistro.com
Engelbecken
Charlottenburg, nahe Lietzensee, gediegen-gemütliche Räume, fortentwickelte, süddeutsche Gasthausküche, mit einem Wiener Schnitzel der Kategorie: the best in town, https://www.engelbecken.de
Salhino
Charlottenburg, so puristisch-hell wie gediegen-gemütlich eingerichtet, gute georgische Küche, kulnarischer Anklang von Kaukasus-Romantik, Speisen von der Schnittstelle zwischen Osteuropa und Vorderasien, https://salhino.de/
Lotta
Charlottenburg, die junge gastronmische Generation: lichtdurchflutete Ess- und Tagesbar aus Beton, Holz und Glaswänden, Süßes und Herzhaftes, das Gebäck sowie das Brot für die Stullen kommen von der eigenen Natursauerteig-Bäckerei, https://lotta-berlin.com
Lovis
Charlottenburg, westliche Kantstraße, berührt das Märchenhafte, zwischen gehobenem Gasthaus und Gourmandise, mehr zum Letzteren hin, aber die gemütlichen, gepolsterten Bänke sind da, die hohe blanke Ziegelsteinwand, entspannt und unaufgeregt, dazu die kleinen hellen Leuchten, die von der Decke herunterkommen, wie funkelnde Sterne, ebenso die feine weltoffene Küche mit französischem Einschlag, Sauerteigbrot mit aufgeschlagener Butter, Kräuterseitling-Spaghetti mit Gemüse-Dashi, Pain Feuilleté mit Zitronenhuhn-Jus und Estragon, Croissant-Eiscreme, https://lovisrestaurant.com/
Madame Ngo
Une Brasserie Hanoi, Indochine French Cuisine
Charlottenburg, östliche Kantstraße, westlich vom Savigniyplatz, das Hohelied der Hühnerbrühe, https://madame-ngo.de
Funky Fisch
Charlottenburg, östliche Kantstraße, westlich vom Savignisplatz, lichtdurchflutete, weltläufige Brasserie mit Seafood, https://funky-fisch.de
Diener Tattersall
Charlottenburg, nahe Savignyplatz, Kneipe seit 1954, die Einrichtung kaum verändert, traditionelle Berliner Kneipenküche, https://diener-berlin.de
Schwarzes Café
Charlottenburg, Kantstraße, östlich vom Savigniyplatz, unprätentiöses Kaffeehaus seit 1978, in hohen wilhelminischen Räumen auf zwei Ebenen mit kleinem Hofgarten, so puristisch wie gediegen-gemütlich eingerichtet, ein Ort für Nachtschwärmer und Tagträumer, wie sich das Lokal selbst versteht, mit klassischer europäisch-deutscher Kaffeehausküche, Caprese, Spaghetti Napoli, Gemüsemaultaschen, Käsespätzle, Serviettenknödel mit Pilzragout, Wiener Schnitzel vom Kalb, Kaiserschmarrn, Apfelstrudel, https://schwarzescafe-berlin.de/
Prenzlauer Berg
Prater Gaststätte
im Pratergarten
gastronomische Institution in Prenzlauer Berg, historische Gaststätte mit großem Biergarten, in der Regel reges Treiben, innen großräumliches Lokal mit Dielenboden, dunkel Wandvertäfelung und weißer Decke, bodenständige, saisonal-regionale, berlinisch-deutsche Küche, zwei Spreewaldgurken, ein verlorenes Ei mit Quetschkartoffeln und Senfsoße, Königsberger Klops vom Kalb mit Kapernsoße, Wiener Schnitzel vom Kalb mit Kartoffel- und Gurkensalat, Grießflammeri, Apfelstrudel, https://www.pratergarten.de/gaststaette
Osmans Töchter
Prenzlauer Berg, das legendäre Lokal ist umgezogen und wird jetzt von einer der beiden Gründerinnen, Arzu Bulut, auf dem Areal der Bützow Brauerei weitergeführt, als lichtdurchflutete, großräumliche Brasserie, dezent bunt und gediegen-gemütlich eingerichtet, südländisch heiter, mit mediterran-anatolische Küche und Meze-Tradition. Verschiedene kleinere Gerichte kommen gleichzeitig auf den Tisch und werden von den Gästen geteilt, Pide, Linsenbällchen, geräucherte Aubergine mit Joghurt, gesalzener Fischrogen, Ceviche vom Wolfsbarsch, Calamari-Spieße, Oktopus, Kebab, Lammragout mit Feigen, https://osmanstoechter.de/
Estelle Dining
Prenzlauer Berg, das Muster eines modernen Nachbarschaftslokals, elegant-gemütlich eingerichtet, mit Klinker, Holz, Terrazzo und großen Fenstern, Twist einer saisonalen, global-regionalen Küche mit feinen, überaschenden Kompositionen, etwa Spitzkohl, im Backhofen geröstet, mit Erdnusscreme, Miso, Samen und Meerrettich, ebenso beste Pizza, innen saftig, am Rand mit würziger Röstnote, https://www.estelle-dining.com
KINK
Prenzlauer Berg, Bar und Restaurant im Industrie-Chic, hohe Decke mit buntem Neonröhrengeflecht, saisonale, global-regionale Küche, https://kink-berlin.de/startseite
Metzer Eck
Prenzlauer Berg, Kneipe seit 1913, die Einrichtung fast unverändert, traditionelle Berliner Kneipenküche, https://www.metzer-eck.de
Pankow
Bollenpiepe
Pankow, weit im Norden der Stadt, in einer Laubenkolonie, verjüngte Gaststätte, gediegen-gemütlich eingerichtet, feine, saisonal-regionale, flexitarische Küche mit allerlei Kräutern und Gemüsen, etwas Fisch und Fleisch, https://bollenpiepe.de/

Berliner Moderne, ganz im Süden der Stadt, an der Havel, nahe der Pfaueninsel – nicht mehr so maßlos wie die preußisch-wilhelminische Ideologie bis 1918. Die Szene vermittelt eine stimmige, friedvolle Verbindung von Natur, Mensch, Kultur, urbaner Lebensart: ein Gemälde von Max Liebermann: Gartenlokal an der Havel unter Bäumen, um 1920/22. Die märkische Küche bietet traditionell Gemüse, Fisch und Wild an. Überall in den Gasthäusern oder Gartenlokalen gibt es Zander, doch selten noch den Havelzander, weil es zu wenige davon gibt. Beliebt sind nach wie vor Kartoffelsuppe, Senfeier, Kohlwickel, Königsberger Klopse, Berliner Kalbsleber mit Apfel und Zwiebel, ansonsten erhält der Gast vielerorts Dinge, die allgemein im deutschen Gasthaus beliebt sind: Käsespätzle, Klöße, Flammkuchen, Forelle Müllerin, Matjes mit Apfel, Zwiebel und Schmand, Bratwurst auf Sauerkraut, Wiener Schnitzel vom Kalb oder Backhuhn mit Kartoffelsalat, gesottenes Rindfleisch mit Meerrettich, Rinderroulade mit Kloß, Hirschragout mit Preiselbeeren; immer öfter ergänzt von moderneren Sachen wie Meze, Hummus, vegane Bowl, Ceasar Salad, Spaghetti Bolognese, Pizza, Burger, Currywurst. Auf der Gasthaus-Karte versöhnen sich die unterschiedlichen ethnischen Stile und Einflüsse, es entsteht eine neue launige Mischung
Havel I
Berlin-Wannsee
Unesco-Welterbe Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin
Café Max
in der Liebermann-Villa
Berlin-Wannsee, Gebäude errichtet von dem Maler Max Liebermann als Villa und Sommerhaus um 1910, heute einer der erhaltenen Hauptorte der Berliner Moderne, Museum mit Dauerausstellung Max Liebermann am Wannsee, wechselnden Austellungen und einem Cafè mit Selbstbedienung, die großzügige gepflegte Café-Terrasse mit Blick auf Garten und Wannsse gehört zu den schönsten gastronomischen Freiluftplätzen am Wannsee und in Berlin, Eintritt nur mit Museumskarte, https://cafe-max-liebermann.de/
Wirtshaus zur Pfaueninsel
gegenüber der Pfaueninsel, als Vorhof zum Preußischen Paradies, mit märkisch-deutscher Küche, Kartoffelsuppe, Grünkohl, Königsberger Klopsen, Berliner Eisbein, Wiener Schnitzel vom Kalb, Apfelstrudel, https://www.pfaueninsel.de
Blockhaus Nikolskoe
in erhöhter, riviera-artiger Lage auf einer eiszeitlichen Moräne, Blick über die Havel auf der gepflegten Terrasse, gute märkisch-deutsche Küche, https://blockhaus-nikolskoe.de
Wirtshaus Moorlake
Berlin-Wannsee, idyllische Lage in einer Havelbucht, mit gepflegtem Garten und märkisch-deutscher Küche, https://moorlake.de

Das Schloss auf der Pfaueninsel, an der Grenze zwischen Berlin und Potsdam, umflossen von der Havel, entstanden zwischen 1794 und 1797, eingerichtet nach den Vorgaben der königlichen Mätresse Gräfin Lichtenau. Sie stammte aus Dessau, wurde als Wilhelmine Enke geboren und war bestens mit der Gartenlandschaft in Dessau-Wörlitz vertraut. Auch die Pfaueninsel in Berlin wurde als Englischer Garten umgestaltet – und wie es sich für einen Englischen Garten gehörte, wurde eine Schlossruine hineingestellt, als Symbol romantischer Gesinnung, innen ausgestattet mit den ersten Zeugnissen klassizistisch-biedermeierlicher Möbel in Berlin, https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/schloss-pfaueninsel
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Ein Turmzimmer im Schloss auf der Pfaueninsel sticht hervor, das sogenannte Otaheitische Kabinett, nach der Insel Tahiti, ein Raum, der als Baumhütte in der Südsee erscheint und – frei nach Rousseau – vom ursprünglichen Leben der Menschen in Frieden und Eintracht träumen lässt. Der König und seine Mätresse waren tatsächlich Rousseau-Kenner, auch die Cook-Reise in die Südsee war zwischenzeitlich bekannt. So erscheint der runde Tisch ohne Ziererei, mehr oder minder als Gebrauchsmöbel, schon biedermeierlich, nur die natürliche Maserung des Holzes entwickelt Schmuck. Die Kunst des Biedermeiers ging in Berlin vom Hof aus, nicht vom Bürgertum. Der König und seine Mätresse spielten auf der Pfaueninsel Basis-Demokratie und Schäferei
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Moderner Berliner Stil: sachlich und elegant. Die Gestaltungsprinzipien des Biedermeiers strahlten auf die Klassische Moderne aus, weil das Ideal eleganter Einfachheit im frühen 20. Jahrhundert wiederkehrte, nun in einer Verbindung von industrieller Herstellung, Kunst und Handwerk. Der Deutsche Werkbund, die Deutschen Werkstätten Hellerau und das Bauhaus wünschten sich eine nüchtern-zweckmäßige Form der Dinge, ohne Überflüssiges. Das Schöne sollte sich aus der Funktion heraus entwickeln. In diesem Sinn entwarf Trude Petri 1931 für die Königliche Porzellan Manufaktur Berlin, KPM, das Service Urbino, im Bild die Tasse mit Untertasse. Die Designerin achtete auf das Wesentliche, hielt sich an geometrische Formen, Kreis und Kugel – und schuf etwas zeitlos Schönes, bis heute im Programm von KPM.
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Havel II
Potsdam
Unesco-Welterbe Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin
Höfts in der Villa Kellermann
idyllische Lage am Heiligen See, denkmalgepflegte historische Villa von 1914, dezent-bunt, informell-elegant eingerichtet von Ester Bruzkus, saisonal-märkische Küche, einer der schönsten gastronomischen Orte in der Mark Brandenburg, https://villakellermann.de
Kaiserliche Matrosenstation Kongsnaes
romantisches Gebäude in norwegischer Holzbauweise, unmittelbar am Wasser, saisonal-regionale Brasserieküche, https://www.kongsnaes.de
Kades Restaurant Am Pfingstberg
traditionsreiches Ausflugslokal in leicht erhöhter Lage mit gepflegter Terrasse und idyllischem Blick auf die Havellandschaft und die Pfaueninsel, bodenständige, saisonal-regionale Küche, https://restaurant-pfingstberg.de/de/home
Österelli
nahe Nauener Tor, elegant-gemütliche Räume, gepflegte Terrasse, feine österreichische Küche, https://www.oesterelli.com
Bussi & Amore
im Holländischen Viertel, betrieblich mit dem Österelli verbunden, https://www.bussiundamore.com
Theaterklause
nahe Schlosspark Sanssouci, so puristisch wie elegant-gemütlich eingerichtet, saisonale Küche, https://theaterklause-potsdam.de

Selbstvergessen: Angler am Schwielowsee, von Karl Hagemeister, undatiert, Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Havel fließt durch den Schwielowsee hindurch. Sie lässt sich viel Zeit, bevor sie in die Elbe mündet, schlängelt sich, bildet Seen, legt Pausen ein. Der Maler entwickelte Sinn für das Luftige, Leichte und Schwebende des Havellandes. Das ist an vielen Stellen so geblieben. Dann und wand erscheint eine Fähre. Vom Wintergarten des Fährhauses Caputh am Schwielowsee kann der Gast das Hin und Her der Fähre beobachten. Und weiter westlich, in Ketzin, entdeckt man das Gasthaus An der Fähre in stiller Natur. Man kann dort auf der Terrasse sitzen, der ruhig fließenden Havel hinterherträumen und Fische aus dem Fluss bestellen, die Fänge des Tages, darunter Zander, Flussbarsch, Hecht. Weiter nördlich offeriert die Imbiss-Gaststätte der Fischerei Stechlinsee als Besonderheit die Kleine Maräne, verwandt mit dem Bodensee-Felchen oder der Chiemsee-Renke. Schießlich beliefern die mecklenburgischen Müritzfischer den Berliner und Brandenburger Raum teils mit frisch gefangenen Fischen, teils mit exzellenter Zuchtware, Saibling und Stör, https://www.mueritzfischer.de
Havel III
Schwielowsee, Werder, Ketzin, Brandenburg an der Havel
Fährhaus Caputh
Schwielowsee, südlich von Potsdam, https://www.faehrhaus-caputh.de
Filterhaus
Werder an der Havel, Lokal mit großer Terrasse und Blick auf die breite, seenartig ausgebauchte Havel an dieser Stelle, saisonale, europäisch-deutsche Küche, https://www.restaurant-filterhaus.de
Fritz am Markt
Werder an der Havel, denkmalgepflegtes, historisch-romantisches Haus in der Ortsmitte, saisonal-regionale Küche, https://www.meinwerder-hotel.de/restaurant
An der Fähre
Ketzin, idyllisch-romantische Lage, Gasthaus mit gepflegter Terrasse am Wasser, bodenständige, märkische Küche mit Wild und frischen Fischen aus der Havel, je nach Tagesfang, darunter der Havelzander, https://www.an-der-faehre.de
Am Humboldthain
Brandenburg an der Havel, Altstadt, gehobenes Gasthaus im denkmalgepflegten Gebäude, feine saisonal-regionale Küche, Spezialität: Hühnerfrikassee mit Brioche-Knödel und Flußkrebs, https://www.am-humboldthain.de/
An der Dominsel
Brandenburg an der Havel, Haus an einem Arm der Havel, mit Wintergarten und Terrasse und Blick auf den Dom, gediegen-gemütlich eingerichtet, weltoffen-deutsche Küche, Brandenburger Fischsuppe, Bandnudel mit Bärlauchpesto, veganer Burger, Burger vom Wagyu-Rind, Zander mit karamellisiertem Spitzkohl, Ochsenbäckchen in Rotwein, https://www.restaurant-dominsel.de/
Region Berlin
im Norden und im Westen
Forsthaus am Schloss Sommerswalde
Oberkrämer-Sommerswalde, https://www.forsthaus-sommerswalde.de
Almrausch
Hohen Neuendorf, Gasthaus an der Pferdekoppel, großzügig helle Räume, elegant-gemütlich eingerichtet, gepflegte Terrasse, feine alpine Küche, Tatar vom Bachsaibling, Tiroler Käsespätzle mit Bergkäse, Flammkuchen mit Zwiebel und Speck, Wiener Schnitzel vom Wiesenkalb, Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti, https://www.almrausch-restaurant.de/
Landgut Stober
Nauen-Groß Behnitz, https://landgut-stober.de/gastronomie.html
Kyritzer Seenkette
Wirtshaus Insl
Kyritz, https://www.insl.de/wirtshaus

Jenseits von Übertourismus: das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Sachsen-Anhalt – Wanderweg mit Weiden im Bucher Brack, nahe Jerichow und Tangermünde
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Im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg: die Burg Lenzen mit dem ahead Burghotel, dem Restaurant place to V und dem Besucherzentrum des Biosphärenreservats
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Flusslandschaft Elbe
Unesco-Biosphärengebiet
Sachsen-Anhalt und Brandenburg
Von Süd nach Nord
Kaiserterrasse
auf Schloss Tangermünde
Tangermünde, Terrasse hoch über der Elbe, mit weitem Blick in die Auenlandschaft, saisonal-regionale Küche, Altmärkische Hochzeitssuppe, Bandnudeln mit Rucola in Tomantensugo mit Kichererbsenbällchen, Zanderfilet auf Bärlauchrisotto, Eisbeinsülze mit Remoulade, Parfait von der Tangermünder Nährstange (aus Keksteig und Kakao), in der kalten Jahreszeit geschlossen, alternativ das Restaurant 1699 im Schloss, https://www.schloss-tangermuende.de/restaurant/
Schmokenberg
im Arthotel Kiebitzberg
Havelberg, modernes Haus in leicht erhöhter Lage am nördlichen Rand der Stadt, Lokal mit lichtdurchflutetem Wintergarten, gepflegter Terrasse und Blick auf die Havel, bodenständige, saisonal-regionale Küche mit österreichischem Einschlag, https://arthotel-kiebitzberg.de/
place to V
im ahead burghotel
Lenzen, historisch-romantisches Burgrestaurant, hell und elegant-gemütlich, gehobene vegane Gasthausküche und Gourmandise, geröstete Paprikasuppe, Pilzpraline mit Erbsencreme, Bärlauch-Ravioli mit Weißweinschaum, gebackener Blumenkohl mit Miso-Cashew-Creme, https://aheadhotel.de
Alte Fischerkate
Lenzerwiesche-Mödling, historisch-romantisches Backsteinhaus, unmittelbar an der Elbaue, großzügige helle Räume, elegant-gemütlich eingerichtet, saisonal-regionale Küche, https://altefischerkate.de/
Alter Hof am Elbdeich
Lenzerwiesche-Unbesandten, historisch-romantisches Backstein-Fachwerkaus, saisonal-regionale, ayuvedische Küche, gelbe Linsen-Rübensuppe mit Petersilienöl, Filet vom Dorsch mit Bratkartoffeln, Gurkensalat und Remoulade, Landhahn, gebraten und geschmort, https://www.alter-hof-am-elbdeich.de

Still und verschwiegen: der Stechlin – Schauplatz des gleichnamigen Fontane-Romans Der Stechlin. Um den See herum führt ein 17 km langer Uferweg. Man findet beim Rundgang die Imbissgaststätte der Fischerei Stechlinsee, nahe Neuglobsow.
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Museum Neuruppin, Erweiterungsbau, mit Ausstellungen zu den berühmten Söhnen der Stadt: Theodor Fontane und Karl Friedrich Schinkel, https://www.museum-neuruppin.de. In der Nähe der Stadt entdeckt man das Ausflugslokal Boltenmühle.
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Naturpark Stechlin-Ruppiner Land
Imbissgaststätte der Fischerei Stechlinsee
unmittelbar am See, nahe Stechlin-Neuglobsow, mit frischen und hausgeräucherten Fischen, teils aus eigenem Fang, darunter die feine Kleine Maräne (verwandt mit dem Bodenseefelchen und der Chiemseerenke), https://fischerei-stechlinsee.de
Boltenmühle
bei Neuruppin, in den Wäldern nördlich der Stadt, gepflegte historisch-romantische Mühle in idyllischer Lage, mit Wintergarten und Terrasse, saisonal-regionale Küche mit Käutern und Gemüse aus dem eigenen Garten, mit Wild und Fischen, teils aus heimischen Gewässern, darunter der Havel-Zander, https://boltenmuehle.de
Der Seehof
Rheinsberg, https://seehof-rheinsberg.de
Schlosswirt Meseberg
Gransee-Meseberg, hell und freundlich eingerichtet, gediegen-gemütlich, mit Wintergarten und Terrasse, saisonal-regionale Küche, Wildsuppe, Gnocci mit Gemüse, Welsfilet von den Müritzfischern, Wildbratwurst, Hirschbraten aus dem Rohr mit Rotkohl und Kartoffelknödel, Wiener Schitzel vom Kalb mit Preiselbeeren, https://schlosswirt-meseberg.de
Uckermark
Naturpark Uckermärkische Seen / nördliche Schorfheide-Chorin / Unesco-Biosphärengebiet
von West nach Ost
Mühle Tornow
Fürstenberg/Havel-Tornow, saniertes histrosches Mühlengebäude mit gepflegter Gartenterrasse, gediegen-gemütlich eingerichtet, saisonal-regionale Küche, Süßkartoffel-Orangensuppe, veganer Curryeintopf, Havelzander mit Frühlingszwiebeln, trocken gereiftes Rumpsteak oder Ribeye von der Mecklenburger Färse, https://muehle-tornow.de
Restaurant und Die Weideküche
auf Gut Boltenhof
Fürstenberg/Havel-Boltenhof, Restaurant im Gutshaus, sommers Die Weideküche im Alten Rinderstall mit großer Terrasse, saisonal-regionale Küche mit vielen hofeigenen Produkten auf Bio-Basis, Gemüse und Fleisch, https://gutboltenhof.de
Gasthof zum Grünen Baum
Boitzenburg, Restaurant vorübergehend geschlossen, Hotel geöffnet, https://boitzenburger.de
Carsten kocht
Boitzenburger Land-Jakobshagen, Hofladen Hirsch und Rebe mit feinen Delikatessen im sanierten ehemaligen Viehstall aus Feldsteinen, gediegen-gemütlich eingerichtet, gepflegte Terrasse und Bistro-Betrieb am Wochenende, saisonal-regionale Küche, https://www.carsten-kocht.de/
Fischerei Tellert
Nordwestuckermark-Lindenhagen, Fischereibetrieb mit Gaststätte und Terrasse, die einen bezaubernden Blick auf den Sternhagener See bietet, geradlinige Küche mit feinen Fischen, größtenteils aus eigenem Fang, Zander, Aal, Hecht, https://www.fischereitrellert.de/
Herberge
Gerswalde-Groß Fredenwalde, schlichtes Haus in der welligen Bilderbuchlandschaft der Uckermark, so puristisch wie gediegen-gemütlich eingerichtet, gepflegter Garten, saisonal-regionale Küche mit dem Schwerpunkt auf Gemüse, Wildkräuter und Wild, Restaurant am Wochenende geöffnet, https://www.herberge-gross-fredenwalde.de/
Kleine Schäferei Biesenbrow
Angermünde-Biesenbrow, idyllische Lage, Restaurant im Pavillion mit verglaster Front und Blick auf den Garten, saisonal-regionale Küche, zwei kleine Menüs, hauptsächlich mit Waren vom eigenen Hof, Gemüse und Skudde, vom Lamm mit exzellentem Fleisch, auf Vorbestellung gibt es auch ein kleines Wildmenü, Restaurant am Freitag und Samstag geöffnet, https://www.kleine-schaeferei-biesenbrow.de/
Südliche Schorfheide-Chorin
Unesco-Biosphärengebiet
Café Wildau
Schorfheide, liegt unmittelbar am Werbellinsee, helles und freundliches Haus mit vorgelagerter Terrasse am Wasser, weltoffene deutsche Küche, Rote Linsensuppe mit Curry, Kürbisravioli, Trüffelpasta, Zanderfilet mit Beurre Blanc, Wiener Schnitzel mit lauwarmen Kartoffelsalat, geschmortes Wildschweinbäckchen, https://www.cafe-wildau.de
Gut Sarnow
Schorfheide, https://gut-sarnow.com/restaurant
Kochkommode
Eberswalde, https://kochkommode.de/

Zusammenkunft unterschiedlicher Landschaften: Blick von der Terrasse des Panoramarestaurants Carlsburg in Falkenberg auf das flache Oderbruch, rechts die Ausläufer der Märkischen Schweiz, im Rücken des Restaurants liegt, nach Norden hin, das Biosphärengebiet Schorfheide-Chorin
© Gottfried Hoffmann, Quelle, Lizenz

Ländliche Eleganz: Schloss Neuhardenberg, vom Park aus gesehen – am Übergang von der Märkischen Schweiz ins Oderbruch. Ein Gesamtkunstwerk von Karl Friedrich Schinkel und Peter Joseph Lenné. Der Erstere überformte ein älteres Schloss mit den ruhigen Rhythmen des Klassizismus, der Letztere schuf einen Park im entspannten Stil des Englischen Gartens – im Auftrag des preußischen Staatskanzlers Karl August Fürst von Hardenberg, um 1820. Gleichsam als die verwirklichte Idee eines idealen, zivilen Preußens: gefasst, weltläufig, heiter-gelassen. Hardenberg war ein Lebemann, wie sein Schwiegersohn Hermann Fürst von Pückler-Muskau. In einem Nebengebäude von Schloss Hardenberg befindet sich das hübsche Landgasthaus Brennerei. Oder man kann weiterreisen Richtung Cottbus / Spreewald und im Branitzer Schlosspark im Cavalierhaus einkehren, das Fürst Pückler-Muskau im neogotischen Stil errichten ließ. Man bekommt dort das berühmte Fürst-Pückler-Eis, das der Fürst – ein Dandy von europäischem Format – tatsächlich schon selbst genossen hatte – drei Schichten Halbgefrorenes: Vanille, Schoko, Erdbeere.
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Oderbruch
Panoramarestaurant Carlsburg
Falkenberg/Mark, liegt auf einer Moräne mit knapp 100 m Höhe, für brandenburgische Verhältnisse nahezu gebirgsartig, mit wundervollem Blick auf das Oderbruch und die Märkische Schweiz, gediegen-gemütlich eingerichtet und mit Terrasse, gute saisonal-regionale Küche mit Wildgerichten, https://carlsburg.de
Brennerei
auf Schloss Neuhardenberg
Neuhardenberg, https://www.schlossneuhardenberg.de
Spreewald
Unesco-Biosphärengebiet
Cavalierhaus
im Branitzer Schlosspark
Cottbus, Haus im neogotischen Stil, unter Fürst Pückler errichtet, mittags und nachmittags Café-Bistro mit Lausitzer Klassikern, Würzfleisch, Garten-Quiche, Flammkuchen, Grützwurst, Roulade mit Rotkohl und Serviettenknödel, Hefeplins mit Apfelmus, abends Gourmetrestaurant mit Pückler Eis wie vor 150 Jahren, https://cavalierhaus-branitz.de
Reuners Hofgarten
by Stork Club
Schlepzig, gepflegtes historisches Backstein-Fachwerkhaus, gediegen-gemütlich eingerichtet, saisonal-regionale Küche, mit Whisky-Destillerie, https://www.reuners-hofgarten.de/
Feine Küche
im Spreewaldresort Seinerzeit
Schlepzig, gepflegtes Haus aus den 1920er Jahren, Landhaus-Stil, elegant-gemütlich eingerichtet, saisonal-regionale Küche, mit eigener Brauerei, https://www.seinerzeit.de/
Strandhaus
Lübben, modernes Haus mit gepflegter Terrasse am Wasser und saisonal-regionaler Küche, flexitarisch, allerlei Gemüse, etwas Fisch und Fleisch, https://strandhaus-spreewald.de/kulinarik.html
Gasthaus Wotschofska
Lübbenau, historisches Waldgasthaus mit gepflegtem Garten und bodenständiger, märkisch-deutscher Küche, https://www.gasthaus-wotschofska.de
Kaupen Nr. 6
Lübbenau, im Wald verstecktes, historisches Spreewaldhaus in Blockbauweise, gepflegte Terrasse am Fließ, saisonal-regionale Küche, Spreewälder Fischsuppe, Kräuterplins mit grünem Spargel, gerösteten Mandeln und Sauce Bérnaise, Hahn aus dem Ofen, https://kaupen6.de

Einsam im Wald: das Gasthaus Kaupen 6 in einem traditionellen Spreewald-Bauernhaus am Fließ, nahe Lübbenau, siehe oben
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Senftenberg / Lausitzer Seenland
Die Drogerie
Senftenberg, denkmalgepflegtes Haus aus Wilhelminischer Zeit mit Neubau, elegant-gemütlich eingerichtet, modernes Design, saisonale, europäisch-deutsche Küche, Fischsuppe mit Gewürzgurken-Schmand, Ravioli mit Ricotta-Spinat, Pappardelle & Hokkaido-Kürbis, Rosa Kalbsleber, Boeuf Bourguigon, Entrecôte aus dem Dry Ager, https://www.drogerie-restaurant.de/
Das Hubertus
Senftenberg, denkmalgepflegtes historisches Haus am Marktplatz, Gastraum mit Gewölbe und Vertäfelung, gediegen-gemütlich eingerichtet, hübsche Terrasse, saisonale deutsche Küche mit leichtem österreichischen Einschlag, https://www.dashubertus.de/

Marktplatz von Senftenberg, mitte-links im Bild erkennt man das historische Gasthaus Hubertushof, mit weißer und grüner Fassade und vorgelagerter Terrasse, siehe oben
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Naturpark Dahme-Heideseen
Köllnitzer Hofküche
im Naturgut Köllnitz
Storkow, idyllische Lage außerhalb der Stadt am See, saisonale See-, Feld- und Weideküche mit eigener Fischerei, Köllnitzer Fischsoljanka mit Hecht und Zander, Pasta mit Pilzrahm und Kräutern, Cop au Vin, Hirschhaxe mit Rotkohl- und Serviettenknödel, https://koellnitz.de
Das Dorsch
Bad Saarow, idyllische Lage am Scharmützelsee, gediegen-gemütlich eingerichtet, gepflegte Terrasse am Wasser, saisonal-regionale Küche, Suppe mit Fischen aus dem Scharmützelsee, Gemüse-Geschnetzeltes mit Currysoße und Basmatiereis, Linguine mit Garnelen und Chorizo, Filetsteak von der deutschen Färse mit Sauce Bernaise, https://das-dorsch.de/
Naturpark Hoher Fläming-Belziger Landschaftswiesen
Paulinenhof
Bad Belzig-Kuhlowitz, https://www.paulinenhof.de
Gutsküche
auf Gut Schmerwitz
Wiesenburg/Mark, Gasthaus in den historischen Wirtschaftsgebäuden des Gutes, gediegen-gemütlich, saisonal-regionale Küche mit Zutaten vom eigenen Bio-Hof, https://www.gut-schmerwitz.de/gutskueche
Anhang
I.
Eine Gastronomie der Mitte
Die Auswahl der Gasthäuser fußt teils auf persönlicher Kenntnis, teils auf digitaler Recherche. Berücksichtigt wird die Lage des Lokals, so reizvoll wie möglich, sei es auf dem Land, sei es in der Stadt, ferner die Architektur des Hauses, ob historisch, ob modern, verbunden mit der Einrichtung, ohne Rüsch und Plüsch, kein Fake, sondern mit dem Reiz purer Materialien, Holz aus Schreinerhand, glasierten Kacheln, Naturstein, bis hin zu poliertem Beton, klar, geradlinig, elegant-gemütlich, mit indirekter Beleuchtung und Lichtregie. Entscheidend ist ein gewisser Zauber, der die Stimmung hebt.
Das Gasthaus gibt sich zugänglich und entspannt, verzichtet auf die hochmögende Eindeckung der Tische, erspart sich pseudo-feudale Allüren, ist bürgerlich im besten Sinn des Wortes. An Feiertagen und bei Festen mag ein weißes Tuch angemessen sein. Das Gasthaus entwickelt ein Gespür für das Schickliche, das rechte Maß.
Wichtig ist eine Küche, die die Natur erlebbar macht, den Wechsel der Jahreszeiten, gefördert von einer Ökonomie der Nähe, mit dem Faible für frische, saisonale, regionale Waren, verfeinert vom handwerklichen Verständnis für eine genaue, schonende, schnörkellose Zubereitung, kein beliebiges Vielerlei, sondern überlegt und ruhig komponiert, farbig und fein, erkennbar und schmeckbar, gesund und bekömmlich. Die Grenzen sind nicht genau gezogen. Gegentlich kommt es zum Twist einer regional-europäischen oder regional-globalen Küche.
Auch auf dem Teller herrscht keine Überformalisierung vor, kein Getue, kein übertriebenes Form- und Farbspiel, keine Pinzetten-Artistik, sondern die Besinnung auf das Wesentliche, eine gewisse Einfachheit, elegante Lässigkeit, Anmut und Grazie – ein Essen, das das Gemüt berührt, seien es traditionelle Gerichte, seien es freie, unkomplizierte Kompositionen, bei denen Gemüse, Nüsse, Pilze und delikate Öle eine immer größere Rolle spielen; am besten mit kleiner Karte und wenig Abfall, low or zero waste. Selbstverständlich soll es auch guten Wein, gutes Bier, Naturwein und Craftbier, zeitgmäße alkoholfreie Getränke und herzlichen Service geben.
Empfohlen werden Lokale, die mehr oder minder dem Typus des Gasthauses entsprechen, ob volkstümlich, ob gehoben, ob Berühmtheiten oder ob Entdeckungen, eben die neuen Formen einer Gastronomie der Mitte, darunter auch verwandte Arten des Gasthauses, wie das Bistro, die Brasserie, die Trattoria, die Tages- und Essbar. Nicht selten gehören auch Zimmer oder ein Hotel mittlerer Größe dazu. Es geht um schöne Orte mit gelassenem Genussleben.
II.
Gute Gasthäuser in Deutschland: neun Regionen
Kulturgeschichtliche Betrachtungen
zum Gasthaus
in meinem Buch:
Das Gasthaus
Ein Heimatort
Insel, Berlin 2021
Ein Geschenkbuch und Mitbringsel für Gasthausliebhaber
Näheres unter: Link (Suhrkamp und Insel Verlag)
Darin das Kapitel: „Hauptstadt: Auf dem Weg zum verjüngten Gasthaus von heute“
„Erwin Seitz zeigt in seinem kleinen Buch, wie gastronomische Tradition 2021 (…) funktionert: Kein Festhalten an der Asche, sondern ein Weiterleiten der Flamme.“ Jan-Peter Wulf, Das Filter
„(…) ein schlichtes, unterhaltsames, bildendes und anregendes Nicht-nur-Sommervergnügen“, Roland Biswurm, Bayerischer Rundfunk
Mehr über Berlin
und seine Gastronomie
in meinem Buch:
Erwin Seitz
Unter den Linden
Biografie eines Boulevards
Insel, Berlin 2022
Details unter: Link (Suhrkamp und Insel Verlag)
„Hier wird weit mehr geboten als eine Bestandsaufnahme von Bauwerken, vielmehr geht es um den Versuch einer Art Tour d´horizon mit all der Geschichte und all den Geschichten, die sich `Unter den Linden´konzentrieren. (…) ein durchaus spannendes Porträt.“ FAZ
„(…) gerät doch der Boulevard dem Biografen Seitz zum roten Faden, an dem er nicht allein dessen Bau-, sondern ebenso die Sozial-, Geistes-, Kunst- und, ja, auch die Kochgeschichte Berlins nacherzählt. (…) als sei er nun fast selbst einer der Flaneure vergangener Zeiten.“ Andreas Conrad, Tagesspiegel


